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Die Schule bei Gründung der VHS, hier gab es die ersten Kurse und Vorträge.
Das Hörn-Huus 1990 beim Erwerb durch die Gemeinde Schönkirchen
Die Sanierung des Hörn-Huus 1992 unter Beachtung des Denkmalschutzes
Einweihung des Hauses der VHS mit dem Trauzimmer der Gemeinde 1993
Ein Brandanschlag auf das Haus im Jahre 1995 konnte sofort gelöscht werden
Eines der ersten Konzerte im Hörn-Huus mit den Quartett Komplett aus Kiel

2009 bestand die Volkshochschule 60 Jahre

Am 7.11.1949 wurde in unserer Gemeinde das "Volksbildungswerk" als "Einrichtung der Erwachsenenbildung zur Erweiterung der Allgemeinbildung" als Vorläufer der heutigen Volkshochschule gegründet. Die Konstituierung übernahm der Schönkirchener Lehrer Kudelski. Im Gründungsjahr leitete Kudelski selbst einen Kurs in Mathematik und Sozialwissenschaft, der Lehrer Oellig führte einen Kurs über Stenographie, der damalige Schulleiter Eggers hielt 10 heimatkundliche Vorträge. Die Gründung des Volksbildungswerks fiel in die schwierige Zeit der Nachkriegsaufbauphase der Schönkirchener Schule. Schulleiter Eggers schrieb in der Schulchronik: "Wir sind alle mißmutig und traurig, weil wir wissen, mit unserer Schule geht es wieder bergab." Die Gründung ist so auch als Versuch zu werten, Bildungsangebote an die Bürgerinnen und Bürger zu machen, die in der damals schwierigen Nachkriegszeit in der Schule bei 76 Schülern pro Schönkirchener Schulklasse nicht geleistet werden konnten.

Die Krise wurde jedoch überwunden, Schule und Volksbildungswerk erlebten bald bessere Zeiten. Das Interesse der Erwachsenen an Fort- und Weiterbildung wuchs, die Medien hatten noch nicht die Bedeutung wie in der heutigen Zeit. Schon wenige Jahre nach der Gründung des Volksbildungswerkes entstand in der Phase der Bildungseuphorie nach 1965 - der deutsche Bildungsrat wurde gegründet und überflutete die Republik mit Empfehlungen und Gutachten - auch in Schönkirchen der Wunsch nach Gründung einer Volkshochschule. Als 1967 Johannes Köpnik Schulleiter in Schönkirchen wurde, führte er mit dem Lehrer Günter Plauschnat und dem damaligen Bürgermeister Paul Schade Gespräche zwecks Gründung einer kommunal geführten Volkshochschule. Am 17.10.1968 war es dann so weit, die drei Herren gründeten die "Volkshochschule Schönkirchen", Köpnik wurde Leiter der VHS, Plauschnat Geschäftsführer. Während Köpnik repräsentative Aufgaben wahrnahm, organisierte Plauschnat die Kurse und Vorträge. Bereits 14 Kurse und 36! Vorträge gab es im Gründungsjahr von Oktober 1968 bis März 1969. Köpnik und Plauschnat leiteten die VHS bis zum Jahre 1974.

Plauschnat gehörte mit Jürgen Lüdke von der VHS Selent zu den 12 Gründern der Kreisvolkshochschule am 16. Februar 1968. Nachdem Köpnik 1974 in den Ruhestand ging und Plauschnat als Realschullehrer nach Plön versetzt wurde, übernahm Jürgen Lüdke, er war Schulleiter der Schönkirchener Sonderschule, die Leitung der VHS. Es folgte eine Phase der Konsolidierung der VHS-Arbeit. Lüdke führte die VHS auch noch nach seiner Pensionierung bis zum Jahre 1990. Danach übernahm Wolfgang Franz die Leitung der VHS, er verstärkte das Angebot, konnte aus beruflichen Gründen seine Arbeit für die VHS nur bis Anfang 1993 fortsetzen. Zum 1. März 1993 wurde Jürgen H. Waldner zum Leiter der VHS gewählt. Er konnte die Endphase der Renovierung des VHS-Gebäudes der Kate in der Hörn mit begleiten.

Mit der Kate, dem Hörn-Huus, ist die VHS in der glücklichen Lage, ein eigenes Gebäude zu besitzen. Über die Geschichte der Kate wird in der Chronik zur 700-Jahr Feier der Gemeinde ausführlich berichtet. Die VHS kann in der gemütlichen und funktional eingerichteten Kate nun auch Vormittagskurse und Wochenendseminare anbieten und ist nicht mehr auf so viele Räume in der Schule angewiesen.

Im Jahre 1994, im 700. Jubiläumsjahr der Gemeinde Schönkirchen, feierte die Volkshochschule Schönkirchen ihr 45-jähriges Bestehen. Im Hörn-Huus organisierte die VHS hierzu eine „Historische Ausstellung“. Am 7.11.1999 gab es dort eine Feier zum 50jährigen Jubiläum der Schönkirchener Volkshochschule. Zum 60- jährigen Bestehen wurde keine „große“ Feier geplant, dafür wurden mehrere kleinere Veranstaltungen durchführt. Ein Höhepunkt war die Veröffentlichung und Vorstellung unseres 3. Spurensuche Buches  „Personen, die uns in Erinnerung geblieben sind“.

2009 erwarb die Volkshochshule das Qulitätssiegel des Landesverbandes der Volkshochschulen in Schleswig-Holstein. Hierfür musste sich die VHS einem Prüfungs- und Kontrollverfahren stellen. Dieses Verfahren absolvierte unsere VHS ohne Beanstandungen, es gab lediglich geringfügige Hinweise zu weiteren Verbesserungen. Das Verfahren endete mit der Verleihung einer Urkunde und des Qualiätsiegels. Weitere besondere Schwerpunkte waren 2010 eine Ausstellung über historisch Postkarten Schökirchens in der Gemeindebücherei und einen Ausstellung zur 450-Jahr Feier der Alten Gilde Schonkirchen von 1560.

Im Jahre 2012 erarbeitete die Arbeitsgruppe Spurensuche mit der Kalendermanufaktur Verde einen historischen Kalender über Schönkirchen im im A3 Format mit 24 Bildern, 10 davon ganzseitig, es wurden über 120 Stück davon verkauft.

Nach 20 Jahren übergab Jürgen H. Waldner am 1. März 2013 die Leitung der Volkshochschule an Hans-Joachim Korff. Jürgen Waldner bleibt als Dozent der Arbeitsgruppe "Historischer Arbeitskreis-Spurensuche" an der VHS.